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WARUM DEINE BILDER NICHT WIE BLOGGER FOTOS AUSSEHEN

WARUM DEINE BILDer NICHT WIE BLOGGER FOTOS AUSSEHEN

Hast du dich schon mal gefragt, warum deine Fotos nicht so aussehen wie die von großen Bloggern und Instagrammern? Wenn du denkst es liegt nur daran, dass sie super teures Equipment haben, dann stimmt das nicht.

 

Zusätzlich zu einer guten Kamera kommen noch einige weitere Faktoren dazu und diese kannst du selbst beeinflussen. In diesem Blogbeitrag verrate ich dir die wichtigsten Punkte, so dass deine Fotos besser werden.

Die richtige Uhrzeit

  • Die erste Stunde nach Sonnenaufgang und die Stunde vor Sonnenuntergang gelten als beste Zeit für Shootings (Golden Hour)
  • Zur Mittagszeit scheint die Sonne recht stark, wodurch viele Schatten im Gesicht entstehen (Augenringe etc.) und die Bildbearbeitung wird erschwert
  • Wenn man zwischen 11-15 Uhr shootet, dann am besten im Schatten

 

Ich kann nicht oft genug betonen, wie wichtig die richtige Uhrzeit für Fotos ist! 

 

Kaum ein Blogger würde mittags zu einer Sehenswürdigkeit gehen und dort Fotos machen. Und warum fragst du dich? Nun ja, mittags ist die Sonne sehr stark, dadurch werden deine Fotos teilweise überbelichtet. Ebenso können viele Schatten entstehen, vor allem passiert das oft im Gesicht. Dadurch bekommst du beispielsweise starke Augenringe, die nicht da sein sollten. Und zudem wird die Bildbearbeitung erschwert. Ein gut ausgeleuchtetes, aber nicht überbelichtetes Bild ohne Störfaktoren (Schatten, Streulicht etc.) ist das, was du bei deinen Shootings anstreben solltest, wenn du Fotos wie Blogger hinbekommen möchtest.

 

Am besten ist es vor Sonnenaufgang aufstehen. Da wir Frauen gut und gerne noch etwas Zeit brauchen lohnt es sich etwa 30 Minuten vor Sonnenaufgang aufzustehen, sich fertig zu machen und zur Location zu laufen/fahren. Sobald die Sonne aufgegangen ist hat man ca. eine Stunde ideales Licht (Golden Hour). Das gleiche passiert in der Stunde vor Sonnenuntergang.

Wenn du also die Wahl hast würde ich dir diese Zeiten für Fotos empfehlen. Wenn du aber keine Wahl hast, und das kommt auch gerne mal vor, versuche nicht direkt in der Sonne zu stehen. Ein schattiger Spot ist hier die beste Wahl.

 

Das passende Outfit

  • Passende Farben zur Location anziehen
  • Gegensätzliche Farben 
  • Accessoires nicht vergessen (es kommt auf Details an)

Ein wichtiges Thema ist das passende Outfit. Kein Blogger sucht sich einfach irgendein Outfit raus, geht auf die Straße und macht ein paar Fotos. Das sind Anfängerfehler.

 

Ein Blogger/Fotograf überlegt sich die Szenerie so, dass alles schön harmoniert. Euer Outfit und die Location sollten zusammenpassen. Auch hier gibt es unterschiedliche Herangehensweisen.

 

1. Die erste Möglichkeit ist ähnliche Farben anzuziehen wie eure Location auch besitzt. Habt ihr viele orangene Blätter (Herbst), zieht doch einen orangenen Pullover an (oder ein anderes orangenes Accessoires). Fahrt ihr ans Meer sucht euch ein blaues Kleid aus und so weiter. Die Farben der Umgebung sollen sich in eurem Outfit wiederspiegeln. Das macht euer Bild harmonisch.

 

2. Gegensätze können auch cool aussehen. Man nehme z.B eine weiße Häuserfassade und ein knalliges Outfit. Dieses sticht sofort heraus und macht das Bild interessant. ABER, wenn ihr knallige und auffällige Looks shooten wollt achtet bitte darauf, dass euer Hintergrund ruhig ist. Weiß, grau, schwarz, beige sind gute Farben, denn sie lenken den Blick des Betrachters dann nicht weg vom Objekt. Es sollte einfach insgesamt stimmig sein.

 

3. Worauf ich auch gerne bei Outfits achte sind Details. Die Farben eures Looks sollten auch untereinander harmonieren. Es ist wichtig auf Kleinigkeiten zu achten, wie Accessoires und Handtaschen. Schuhe sind auch nicht unwichtig und natürlich eine passende Frisur. Es ist das komplette Outfit, was stimmig sein sollte.

 

Posing

  • Posing kann und sollte Zuhause geübt und geplant werden (nicht einfach spontan hinstellen und wie ein Tourist in die Kamera lächeln)
  • Seid kreativ, denn einfach hinstellen kann sich jeder
  • Achtet darauf, dass die Pose zur Location und zu eurem Outfit passt

 

Die richtige Pose für sein Bild zu finden ist nicht schwer, wenn man sich etwas damit beschäftigt hat. Da ich bereits einen ausführlichen Blogbeitrag zum Thema Posing verfasst habe gehe ich hier nicht all zu sehr ins Details, aber werde einige wichtige Aspekte nennen. Auf jeden Fall ist es wichtig auf die gesamte Bildkomposition zu achten und daraufhin eine Pose auszuwählen. Es dürfte offensichtlich sein, dass Blogger sich nicht einfach wie Touristen hinstellen und schnell ein Bild schießen. Sie planen alles, vom Outfit und Location bis hin zur Positionierung ihrer Arme.

 

Nehmen wir als Beispiel das Bild von mir im Park zur Herbstzeit. Da die Bäume hinter mir einen Fluchtpunkt nach hinten bilden entschloss ich mich dafür mich zentral zu positionieren. So wirkt das Bild ausgeglichener, der Betrachter weiß sofort, wo er hinzuschauen hat. Natürlich hätte ich auch stehen können, das habe ich auch versucht, aber das Bild wirkte unruhig und diese schöne Fluchtperspektive der Bäume kam nicht richtig rüber.

Für die Pose wollte ich etwas interessantes mit einbringen und nicht einfach nur auf dem Boden sitzen, so wie das viele tun würden. Also habe ich zunächst mein goldenes Blatt in die Hand genommen (dieses habe ich Zuhause mit Goldspray besprüht und mit nach Ludwigsburg genommen). Dann habe ich mich für das lange Bein entschieden, denn das streckt mich optisch auf dem Bild. Auf diese Weise nehme ich nicht nur den Mittelgrund des Bildes ein (es gibt Vorder-, Mittel- und Hintergrund), sondern auch ein Stück des Vordergrundes.

 

Das war nur ein Beispiel und für jedes Bild sollte man sich zuerst mögliche Posen überlegen und dann beim Shooting auch etwas experimentieren. Aber stellt euch nicht einfach nur langweilig hin und lächelt in die Kamera. Überlegt euch was, seid kreativ.

 

Bildkomposition

  • Informiert euch über Fotografie (Goldener Schnitt)
  • Positionierung des Objektes im Foto ist entscheidend
  • Achtet auf den Hintergrund (es sollen beispielsweise keine Bäume oder Latternen aus eurem Kopf wachsen) - solche Fehler passieren schnell, vor allem bei Anfängern und können ein schönes Foto zerstören
  • Stellt euch das Bild nicht nur so vor, wie ihr es in dem Moment shootet, sondern wie es nach der Bearbeitung in Lightroom aussehen wird (so mache ich das immer, denn Bildbearbeitung ist ein sehr wichtiger Faktor)

 

Wenn ihr nun zur passenden Uhrzeit an eurer Location ankommt, euer Outfit toll aussieht und ihr eine gute Pose gewählt habt kommt es letztendlich auf die Bildkomposition an. Damit meine ich, wie das Bild insgesamt aussehen und wirken soll.

 

Die meisten Fotografen unterteilen das Bild in 9 Bereiche, diese bestehen aus Kästchen und ihr könnt dieses Format sogar in eurem Handy einstellen. Sobald das eingestellt ist verlaufen zwei Linien senkrecht und zwei Linien waagrecht und unterteilen euer Foto.

 

Nun gilt es zu wissen, wo euer Objekt am besten wirkt. Sehr harmonisch ist es z.B, wenn ihr Symmetrie in eurem Foto habt. Positioniert ihr euch in der Mitte des Bildes solltest ihr darauf achten, dass hinter euch eine symmetrische Umgebung (bei Gebäuden ist das einfach) zu sehen ist.

 

Aber es kann und muss nicht immer symmetrisch sein! Wenn ihr plant euch selbst nicht in die Mitte des Fotos zu positionieren, dann solltet ihr auf der ersten oder zweiten senkrechten Linie Platz nehmen. So steht ihr etwas recht oder links und diese Positionierung ist ebenfalls angenehm und harmonisch. 

 

Ganz wichtig, achtet auf die Umgebung! Wie oft ist es vorgekommen, dass ein tolles Foto aufgenommen wurde und zu Hause entdeckt man dann die vielen kleinen Fehler, die das Foto zerstören. So wachsen manchen Leuten plötzlich Laternen oder Bäume aus dem Kopf, die Perspektive ist so schief, dass sie sich nicht mehr retten lässt etc. Ihr und euer Fotograf sollte beim Shooting unbedingt auf die gesamte Bildkomposition achten und nicht nur auf einzelne Faktoren. Klar sollte er darauf schauen, dass euer Gesichtsausdruck passt und eure Pose auch, aber auch die Umgebung darf nicht vernachlässigt werden. Es mag euch jetzt viel vorkommen, aber nach einigen Shootings wird es zur Gewohnheit und ihr werden mit jedem Mal besser und schneller Fehler erkennen und beheben können, versprochen.

 

Bildbearbeitung

  • Es kommt nicht nur auf ein gutes Ausgangsfoto an, sondern auch auf die Bildbearbeitung
  • Eure Fotos sollen einen Look bekommen und auf Instagam zusammen passen (einheitlicher Feed)
  • Benutzt Presets, wenn ihr selbst noch wenig Erfahrung und Kenntnisse mit Bildbearbeitung habt
  • Schaut euch Videos dazu an, informiert euch (auf meinem IGTV habe ich dazu einige Videos veröffentlicht - dort zeige ich auch mobile Bildbearbeitung mit kostenlosen Apps)
  • Übertreibt es nicht mit der Bildbearbeitung (keine rosa Filter, übertriebenen Kontraste, unnatürlichen Farben etc.)

 

Ich kenne keinen Blogger/Influencer, der seine Bilder unbearbeitet auf Instagram veröffentlichen würde. Das hat gleich mehrere Gründe. Ein Grund ist auf jeden Fall, dass die Fotos viel besser und ausdrucksstärker sind, wenn man sie bearbeitet.

 

Die Farben kommen besser raus, das Bild wirkt interessanter und es bekommt dadurch etwas künstlerisches.

Des Weiteren spielt die Bildbearbeitung eine Rolle dabei, wie der gesamte Instagram Feed wirkt, schließlich sollten die Fotos alle zusammenpassen und ein einheitlicher Stil erkennbar sein.

Das Beste ist, wenn man bereits anhand des Bearbeitungsstils erkennen kann, welcher Blogger gerade ein Foto veröffentlicht hat. Doch da die Bildbearbeitung auch Zeit und Geduld kostet kann man mit Hilfe von Presets bereits tolle Resultate erzielen. Presets sind extra so bearbeitet, dass sie meist mit nur einem Klick ein Bild verwandeln können. Manchmal braucht man auch noch gewisse Anpassungen. Wen das interessiert kann gerne bei meinem IGTV auf Instagram vorbeischauen, dort habe ich ein ausführliches Video dazu veröffentlicht.

 

Obwohl man unbedingt Bildbearbeitung braucht bedeutet das aber nicht, dass man damit übertreiben sollte. Ich sehe immer wieder Leute, die dazu neigen ihre Fotos viel zu stark zu bearbeiten. Diese wissen meist nicht, wie richtige Bildbearbeitung funktioniert oder wollen, dass ihre Fotos um jeden Preis auffallen. Von komplett pinken Fotos, nebeligem Dunst auf den Bildern, zu starken Farben, komplett entsättigten Bildern bis hin zu vollkommen comicartigen Fotos habe ich schon fast alles gesehen, was Instagram zu bieten hat.

 

Wer sich nicht auskennt, dem rate ich mit Presets von Bloggern zu beginnen und daraufhin am eigenen Stil zu arbeiten. Auf jeden Fall sollte man Bildbearbeitung auf keinen Fall auslassen. Selbst unscheinbare Bilder können damit zu Meisterwerken werden. Bildbearbeitung ist eine Kunst für sich. 

 

Bildbearbeitung ist im Grunde genauso wichtig wie ein gutes Ausgangsfoto. Ihr braucht beides, damit euer Bild toll aussieht. Auch die beste Bildbearbeitung wird ein komplett schlecht geshootetes Foto nicht retten können, ebenso wie ein super schönes Ausgangsfoto komplett durch schlechte Bildbearbeitung zerstört werden kann.

 

 

Mein Instagram Guide

Nachdem du weißt, wie du Fotos richtig shootest und bearbeitest kommt der nächste Part, nämlich die Veröffentlichung auf Instagram. Dort können viele Fehler passieren und die meisten wissen nicht, wie sie ihre Bilder richtig veröffentlichen. Es gehört mehr dazu als ein paar Hashtags und ein kurzer Text.

 

In meinem Instagram Guide habe ich alle meine Tipps und Tricks rund um Instagram für dich festgehalten. Dort erfährst du beispielsweise alle Basics, aber auch wie du deine Reichweite steigerst, mehr Follower und eine aktive Community gewinnst und natürlich auch, wie du deine Fotos richtig veröffentlichst, so dass sie von vielen Leuten gesehen werden.

 

Ebenso habe ich einige weitere Blogartikel zum Thema Instagram auf meinem Blog veröffentlicht. Eine kleine Auswahl davon findest du hier unten. Schaue gerne vorbei.

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Kommentare: 2
  • #1

    janabloom (Dienstag, 05 November 2019 08:29)

    Vielen Dank für den Beitrag und die tollen Tipps! Das perfekte Foto zu shooten finde ich nicht immer einfach. Auch bei der Bearbeitung habe ich schon einmal übertrieben. Aber aus Fehlern lernt man, werde deine Tipps für meine nächsten Bilder auf jeden Fall berücksichtigen!

    Ganz liebe Grüße, Jana
    www.janabloom.com

  • #2

    tori.smi (Dienstag, 05 November 2019 15:30)

    Hallo Jana,

    danke für deine liebe Nachricht :) Fehler macht jeder, das gehört zum Prozess dazu und wie du bereits sagst lernt man daraus.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und hoffe der ein oder andere Tipp ist für dich hilfreich.

    Liebe Grüße,
    Tori